Sie haben wahrscheinlich eine Morgenroutine. Wecker, Dusche, Kaffee, Arbeitsweg. Eine Abfolge von Aufgaben, die wie von selbst ablaufen und Sie möglichst reibungslos vom Bett zur Arbeit bringen sollen.

Aber hast du ein Morgenritual?

Der Unterschied ist nicht semantischer Natur. Er ist erfahrungsbezogen.

Eine Routine ist mechanisch. Sie ist auf Effizienz optimiert. Man erledigt sie, um sie abzuschließen. Die Gedanken sind meist woanders – man plant den Tag, lässt den gestrigen Tag Revue passieren, ist einfach überall, nur nicht im Hier und Jetzt.

Ein Ritual ist eine bewusste Handlung. Es geht nicht um Effizienz, sondern um Präsenz. Man vollzieht es, um ganz dabei zu sein. Der Akt selbst ist das Ziel, nicht das Ergebnis.

Zähneputzen ist Routine. Kaffeezubereitung kann beides sein, je nachdem, wie man es angeht.

Wenn man die Handgriffe nur schnell erledigt und dabei gedanklich ein Meeting durchspielt, ist es Routine. Wenn man aber das Gewicht des Siebträgers spürt, dem Geräusch des Einschenkens lauscht und alles andere ruhen lässt, dann ist es ein Ritual.

Routinen halten dein Leben am Laufen. Rituale geben dir Halt darin.

Sie müssen nicht Ihren ganzen Morgen in ein Ritual verwandeln. Das ist nicht nachhaltig. Aber schon fünf Minuten – eine kleine Insel der Achtsamkeit im Meer des Autopiloten – verändern, wie Sie den ganzen Tag erleben.

Welcher Teil Ihrer Routine könnte zu einem Ritual werden?

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