Die traditionelle Meditation fordert dazu auf, sich auf den Atem zu konzentrieren. Sie ist wirksam, aber auch abstrakt. Es gibt nichts, was man festhalten, nichts, was man schmecken, nichts, was einem Halt gibt, außer dem unsichtbaren Rhythmus des ein- und ausströmenden Atems.

Kaffee gibt einem etwas Greifbares.

Bei einer Kaffeemeditation dient die Tasse als Anker – ein greifbarer Gegenstand, der die Aufmerksamkeit immer wieder in den gegenwärtigen Moment zurückführt. Wenn die Gedanken abschweifen (und das werden sie), muss man nicht nach dem Atem suchen. Man kehrt einfach zur Tasse zurück. Zu ihrer Wärme. Zu ihrem Gewicht. Zu ihrem Duft.

So üben Sie:

Bereiten Sie Ihren Kaffee wie gewohnt zu, aber ohne Ablenkung. Setzen Sie sich an einen bequemen Ort. Halten Sie die Tasse mit beiden Händen. Schließen Sie kurz die Augen und spüren Sie die Wärme in Ihren Handflächen.

Öffne deine Augen. Schau dir die Oberfläche des Kaffees an. Die Farbe. Wie das Licht darauf fällt. Analysiere nicht – beobachte einfach.

Führe die Tasse an deine Lippen. Atme tief ein, bevor du trinkst. Lass den Duft deine Aufmerksamkeit erfüllen.

Nimm einen Schluck. Klein. Lass ihn auf der Zunge ruhen. Achte auf die Temperatur, die Konsistenz, den Geschmack, während er sich vom ersten Moment bis zum Schlucken verändert.

Nippe weiter. Wenn Gedanken auftauchen – und das werden sie –, nimm sie wahr, lass sie vorüberziehen und kehre zur Tasse zurück.

Es gibt keinen Timer. Kein Ziel. Nur du, der Kaffee und die Übung des Zurückkehrens.

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