Die meisten Morgenrituale scheitern innerhalb einer Woche. Nicht etwa, weil es den Menschen an Disziplin mangelt, sondern weil sie Rituale gestalten, von denen sie glauben, dass sie sie wollen sollten, und nicht solche, die ihnen tatsächlich Freude bereiten.
Das Geheimnis eines Rituals, das im Gedächtnis bleibt? Es sollte klein, sinnlich und egoistisch sein.
Klein. Dein Ritual sollte keinen Wecker erfordern, der eine Stunde früher gestellt wird. Fang mit fünf Minuten an. Das Zubereiten des Kaffees. Das Genießen des Kaffees. Das genügt. Du kannst es später ausdehnen, aber du kannst nicht durchhalten, was du fürchtest.
Sinneswahrnehmung. Rituale wirken, weil sie nicht nur den Geist, sondern auch den Körper einbeziehen. Der Duft frisch gemahlenen Kaffees. Das Gewicht des Siebträgers. Das Geräusch des ersten Tropfens im Kaffee. Diese sinnlichen Ankerpunkte ziehen dich ganz automatisch in den gegenwärtigen Moment. Du musst dich nicht bewusst darauf konzentrieren – das Ritual erledigt das für dich.
Egoistisch. Dein Ritual gehört dir. Es ist nicht für deine Kinder, deinen Partner oder deinen E-Mail-Posteingang. Es ist der eine Termin am Tag, der nur dir gehört. Schütze ihn entsprechend.
Fang morgen an. Such dir eine kleine Sache aus, die dir Freude bereitet. Tu sie immer zur gleichen Zeit, auf die gleiche Weise und am gleichen Ort. Ergänze sie mindestens zwei Wochen lang nicht.
Das Ziel ist nicht, einen perfekten Morgen zu gestalten. Es geht darum, einen Morgen zu gestalten, der sich wie dein eigener anfühlt.

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