Die Crema ist die dünne, goldbraune Schicht, die sich auf einem perfekt zubereiteten Espresso bildet. Sie gilt oft als Qualitätsmerkmal und Beweis dafür, dass alles geklappt hat. Aber was genau ist Crema?

Crema ist Schaum. Wenn heißes Wasser unter hohem Druck durch Kaffeepulver gepresst wird, emulgiert es die Öle im Kaffee und setzt winzige Kohlendioxidbläschen frei. Das Ergebnis ist diese charakteristische Schicht – irgendwo zwischen flüssig und schaumig –, die sich auf dem Espresso bildet.

Was Ihnen die Creme sagt:

Eine schöne Crema – gleichmäßig, haselnussbraun und ein bis zwei Minuten lang haltbar – deutet auf frische Bohnen, den richtigen Mahlgrad, korrekten Brühdruck und eine gute Brühtechnik hin. Das bedeutet, dass der Kaffee ausreichend CO₂ aufgenommen hat (ein Zeichen für Frische) und die Extraktion ausgewogen war.

Eine blasse, dünne Crema kann auf alte Bohnen oder Unterextraktion hindeuten. Eine dunkle, fleckige Crema kann auf Überextraktion oder verbrannten Kaffee hindeuten.

Was Ihnen die Creme verschweigt:

Crema ist kein Garant für guten Geschmack. Manche exzellente Kaffees bilden weniger Crema, manche mittelmäßige viel. Sie ist ein Indikator, kein Urteil.

Noch wichtiger: Die Crema ist Teil des Genusserlebnisses, nicht nur eine Diagnose. Dieser erste Moment, wenn sich der Espresso setzt und die Crema unversehrt auf der Oberfläche schwimmt – ein wahrer Augenschmaus. Sie ist das Markenzeichen des Espressos, das, was ihn wie Espresso aussehen lässt.

Zum Ritual gehört nicht nur das Trinken, sondern auch das Sehen.

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